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Michael Martinek

Rechtsanwalt Professor Dr. Dr. Dr. h.c. mult. MCJ
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Rechtsanwalt Univ.-Prof. em. Dr. Dr. Dr.h.c.mult. Michael Martinek

(Universität des Saarlandes, Saarbrücken)

Master of Comp. Jurispr. (New York Univ.)

Honorary Professor (Univ. of Johannesburg)

Honorary Professor (Zhognan Univ. Wuhan)

Langvita

Michael Martinek

Als Sohn des selbständigen Speditionskaufmanns Gerhard Marti­nek und seiner Frau Christel, geborene Fährmann, wurde ich am 5. Oktober 1950 in Büderich bei Düsseldorf (heute: Meerbusch-Büderich) geboren.

Nach der Geburt meiner Schwester zog die Familie im Jahre 1955 von Düsseldorf-Oberkassel nach Osterath bei Krefeld um (heute: Meerbusch-Osterath)), wo ich ab 1957 die gemeindliche Volksschule besuchte. Nach Abschluss des vierten Schuljahres wechselte ich auf das Comenius-Gymnasium in Düsseldorf-Oberkassel über. An dieser Schule besuchte ich den altsprachlichen Zweig (Latein, Griechisch, Hebräisch) und legte im Früh­jahr 1969 das humanistische Abitur ab.

Von 1969 bis 1971 machte ich im väterlichen Unternehmen (Transitus, Internationale Spedition – Martinek & Co. KG) eine zweijährige Lehre als Speditionskaufmann (Fachrichtung Import-/Export-Spedition), in deren Verlauf ich ein Jahr in verschie­denen Städten des europäischen Auslands (London, Birmingham, Paris und Mailand) verbrachte. Während des halbjährigen London-Aufenthaltes arbeitete ich nur halbtags bei einer Übersee-Spedition und studierte am Trinity-College der London University Philosophie und Geschichte. Im Sommer 1971 bestand ich vor der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf die Kauf­mannsgehilfen-Prüfung in der Fachrichtung Internationale Spedition mit „gut“.

Ab Wintersemester 1971/72 studierte ich an der Freien Univer­sität Berlin Rechtswissenschaften und antike Philosophie. Nach sechs Se­mestern brach ich mein Philosophie-Studium ab, um mich stärker den Rechts­wissenschaften widmen zu können. Während der Studienzeit unternahm ich Reisen durch ganz Europa, auch Osteuropa. Im Sommer 1973 bereiste ich erstmals die Vereinigten Staaten von Amerika. Nach dem neunten Semester legte ich in Berlin die erste juristische Staatsprüfung ab, die ich mit dem Prädikat „gut“ bestand. Meine Pläne, nach dem Studium zunehmend Verantwortung in der Leitung des väterlichen Unternehmens zu übernehmen, waren inzwischen an einer Krankheit meines Vaters gescheitert, die einen Verkauf des Unter­nehmens notwendig gemacht hatte.

Von September 1976 bis Juni 1977 arbeitete ich an meiner von Herrn Prof. Dr. Dieter Reuter angeregten Dissertation aus dem Bereich des Gesellschafts- und Haftungsrechts. Am 12. Januar 1978 bestand ich die mündliche Doktorprüfung und wurde von der Freien Universität Ber­lin zum Dr.iur. promoviert. Die Dissertation wurde mit „summa cum laude“ beurteilt. Von Juni 1977 bis Dezember 1979 war ich als Rechtsreferendar in Hamburg tätig. Der Schwerpunkt meines Vorbereitungsdienstes lag auf der Ausbildung in der streitentscheidenden Zivilgerichtsbarkeit. Die Wahlstation verbrachte ich beim 3. Zivilsenat des Hanseatischen Ober­landesgerichts, der auf Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht spe­zialisiert war. Die Referendarzeit wurde durch zwei vom Deutschen Aka­demischen Austauschdienst geförderte Studienaufenthalte am British Institute of International and Comparative Law in London (Sommer 1978 und 1979) und durch ein Studiensemester an der Hochschule für Verwaltungswissen­schaften in Speyer (WS 1978/79) unterbrochen. Im Dezember 1979 bestand ich in Hamburg das zweite juristische Staatsexamen mit dem Prädikat „gut“ und erwarb die Befähigung zum Richteramt.

Im Zuge meines wachsenden Interesses an einer wissenschaftli­chen Beschäftigung mit dem privaten und öffentlichen Wirtschaftsrecht arbeitete ich ab Beginn des Jahres 1980 an der Hochschule für Verwal­tungswissenschaften in Speyer an einer zweiten Doktorarbeit aus dem Bereich der öffentlichen Unternehmen. Diese von Herrn Prof. Dr. Dr. Klaus König betreute Dissertation mit verwaltungswissenschaftlich-organisations­soziologischem Schwerpunkt wurde mit „magna cum laude“ bewertet. Nach der mündlichen Prüfung am 24. August 1981 wurde ich zum Dr.rer.publ. promoviert. In der Zeit von September 1981 bis Juni 1982 studierte ich an der School of Law der New York University, New York, U.S.-amerikanisches Recht mit den Hauptfächern „Corporations“, „Antitrust Law“ sowie „Conflicts of Law“ und erwarb den Grad eines Master of Comparative Jurisprudence (M.C.J.). Da­neben arbeitete ich während dieses Jahres (1981/82) an einem Forschungsprojekt über die freiwilligen Sondervermögen der UNO für Entwicklungshilfe (Voluntary Trust Funds Pro­ject) als Affiliate des United Nations Institute for Training and Research (UNITAR) unter der Leitung von Professor Thomas Franck.

Seit Beginn des Jahres 1981 war ich – mit Unterbrechung durch den Amerika-Aufenthalt (Beurlaubung) – als beamteter Hochschulassistent an der Juristischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen am Lehrstuhl für Zivil-, Arbeits- und Wirtschaftsrecht von Herrn Prof. Dr. Dieter Reuter tä­tig, der nach seinem Wechsel von Berlin nach Tübingen als mein akademischer Lehrer die Betreuung meines Habilitations­vorhabens übernahm. Als dieser im Jahre 1985 einen Ruf der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel annahm, folgte ich ihm dorthin als Hochschulassistent. Der Schwerpunkt meiner Lehr- und Forschungstätigkeit als Assistent lag im Bürgerlichen Recht, im Handels-, Gesellschafts- und Wettbe­werbsrecht sowie in der Rechtsvergleichung und im Internationalen Pri­vatrecht. Im Wintersemester 1985/86 habe ich mich an der Juristischen Fakultät der Universität Kiel habilitiert. Am 5. März 1986 wurde mir die Venia Legendi in den Disziplinen Bürgerliches Recht, Handels- und Wirt­schaftsrecht, Rechtsvergleichung und Internationales Privatrecht verlie­hen. Die Habilitationsschrift trägt den Titel „Franchising – Grundlagen der zivil und wettbewerbsrechtlichen Behandlung der vertikalen Gruppenkoope­ration beim Absatz von Waren und Dienstleistungen“. Der Habilitationsvor­trag trug das Thema: „Das internationale Kartellprivatrecht und seine allseitige Kollisionsnorm“. Als Privatdozent übernahm ich im Sommersemester 1986 an der Universität Mün­ster eine Lehrstuhlvertretung (für Prof. Dr. Wolfgang Harms) im Bereich des Wirtschaftsrechts (Kartellrecht und Gewerblicher Rechtsschutz).

Seit dem Wintersemester 1986/87 war ich Universitätsprofessor (C 4) mit einem Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirt­schaftsrecht, Rechtsvergleichung und Internationales Privatrecht am Fachbereich Rechtswissenschaft der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Meine Lehr- und Forschungstätigkeit fand zunächst im deutschen und ausländischen sowie internationalen Vertrags-, Handels-, Gesellschafts- und Wettbewerbsrecht ihr Schwergewicht. In den Veröffentlichungen trat zunehmend der europarechtliche und europäisch-rechtsvergleichende Bezug meiner privat- und wirtschaftsrechtlichen Forschungsthemen zutage. Auch in meinen klassischen dogmatischen Schwerpunktgebieten wie dem Bereicherungsrecht (Monographie gemeinsam mit Dieter Reuter) und dem Geschäftsbesorgungsrecht (Staudinger-Kommentierung) versuchte ich zunehmend die Rechtsvergleichung fruchtbar zu machen. Mein be­sonderes Interesse galt von Anfang an den modernen Vertragstypen der Wirtschaft (Leasing, Factoring etc.) sowie dem Vertrags- und Kartellrecht von Ver­triebssystemen.

Ende 1990 lehnte ich einen Ruf auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirt­schaftrecht, Urheberrecht und Gewerblichen Rechtsschutz, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Erlangen-Nürnberg ab, um sodann in Saarbrücken vom Wintersemester 1991/92 an als Nachfolger des emeritierten Kollegen Prof. Dr. Günther Jahr die Direktion des Instituts für Europäisches Recht an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftli­chen Fakultät der Universität des Saarlandes zu übernehmen. Dieses Institut widmete sich in Forschung und Lehre dem ausländischen und internationalen Privat- und Wirtschaftsrecht sowie der Rechtsvergleichung der EG-Mitgliedstaaten. Es betreute zugleich einen Teil der ERASMUS- bzw. SOKRATES-Austauschprogramme des Fachbereichs mit europäischen Partner-Universitäten. Für die internationalen Kooperationsprogramme in Lehre und Forschung setzte ich mich besonders ein. Seit 1993 war ich zudem Fachbereichsbeauftragter für den einjährigen LL.M.-Studiengang für ausländische Juristen, der gleichfalls vom Institut für Europäisches Recht durchgeführt wurde und jedes Jahr für zehn bis zwanzig Teilnehmer eine Einführung in die deutsche Rechtsordnung und Rechtskultur vermittelte.

Ende 1993 erhielt ich einen Ruf an die Universität Freiburg im Breisgau auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, verbunden mit der Ko-Direktion des Instituts für Handelsrecht und Arbeitsrecht. Diesen Ruf lehnte ich Mitte 1994 zugunsten eines Verbleibs in Saarbrücken zu verbesserten Bedingungen für meinen Lehrstuhl und für das Institut für Europäisches Recht ab. Letzeres leitete ich seit 1995 als Ko-Direktor gemeinsam mit meinem Kollegen Professor Dr. Filippo Ranieri und von 1999 bis 2008 allein. Seit 2008 war meine Kollegin Professor Dr. Tiziana Chiusi Ko-Direktorin des Instituts für Europäisches Recht.

Das Wintersemester 1989/90 verbrachte ich überwiegend auf ei­ner Vortrags- und Forschungsreise, die mich erstmalig nach Südafrika führte. In den Jahren 1991, 1995, 1998, 2001, 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2011, 2013, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2022 nahm ich erneut mehrwöchige, teils mehrmonatige Gastprofessuren in Johannesburg wahr (University of Johannesburg – UJ, früher: Rand Afrikaans Universiteit – RAU). Weitere Gastprofessuren führten mich mehrfach (1995, 1996, 1997, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2008, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2016, 2017, 2018 und 2019) nach Wuhan, Zentralchina (Zhongnan – South Central University of Economics and Law – ZUEL, früher: Zhongnan University of Political Science and Law – ZUPL). Im Jahre 1998 wurde ich zum Senior Visiting Fellow der Warwick University School of Law in England ernannt. Dort verbrachte ich auch überwiegend mein Forschungssemester im WS 1999/2000 und war seitdem bis 2015 regelmäßig zu Gast.

Im Oktober 2002 verlieh mir die Zhongnan University of Economics and Law, Wuhan, Volksrepublik China, die Ehrendoktorwürde. Im März 2006 wurde ich von der University of Johannesburg zum Honorary Professor of Law ernannt. Im Oktober 2007 erhielt ich die Würde eines Doctor honoris causa der Université de Lille 2 – Droit et Santé. Im November 2009 verlieh mir die Universität Craiova, Rumänien, die Ehrendoktorwürde. Die Universität Warschau, Polen, verlieh mit im November 2013 den Ehrentitel „Dr.iur.h.c.“. Im Jahre 2015 wurde ich zum Honorary Professor und zum Distinguished Visiting Professor der University of Johannesburg ernannt. Seit 2017 bin ich auch Honorary Professor (WEN LAN-Professor) der Zhongnan University of Economics and Law in Wuhan. Im Jahre 2021 erhielt ich die Ehrendoktorwürde der David Aghmashenebeli Universität von Tbilissi, Georgien. Vor allem in den letzten Jahren unternahm ich Vortrags- und Vorlesungsreisen in zahlreiche Länder verschiedener Kontinente, um über meine Forschungsschwerpunkte zu berichten und mich mit Kollegen und Studenten darüber auszutauschen.

An meinem Lehrstuhl und dem Institut für Europäisches Recht habe ich in Lehre und Forschung alle Gebiete des deutschen und internationalen Wirtschaftsprivatrechts abgedeckt, insbesondere das Vertrags- und Vermögensrecht, das Handels- und Gesellschaftsrecht, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Bank- und Vertriebsrecht, aber auch das Verbraucherrecht. Lehre und Forschung waren sowohl rechtstheoretisch wie auch rechtspraktisch ausgerichtet und wiesen dabei einen stark dogmatisch-konstruktiv orientierten Schwerpunkt auf. Ich sah mich stets der Tradition des Ordo-Liberalismus (Walter Eucken, Franz Böhm, Ernst-Joachim Mestmäcker, Dieter Reuter) verbunden, wonach das Wirtschaftsrecht im Dienst einer Ordnungspolitik steht, die die Freiheit, die Selbstbestimmung und die Eigenverantwortung der Privatrechtssubjekte (Unternehmen, Bürger, Verbraucher) betont. Die Institutionen des Wirtschaftsrechts sind danach zuvörderst an der individuellen Privatautonomie und weniger an einer „sozialen Gerechtigkeit“ auszurichten. Im Mittelpunkt des Privat- und Wirtschaftsrechts stehen die Menschen und ihre Unternehmungen, steht die humane Gerechtigkeit der Marktwirtschaft, des Wettbewerbs und der Leistung. Die Lehr- und Forschungstätigkeit war zuvörderst der ständigen normativen Verbesserung der modernen internationalen und globalisierten Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung verpflichtet.

Ende März 2019 wurde ich im Alter von 68 Jahren emeritiert. In den mehr als drei Jahrzehnten meines Wirkens an der Universität des Saarlandes und ihren Partneruniversitäten in England, Frankreich, Südafrika und China habe ich mehr als 30 Bücher (darunter einige „Standardwerke“ in mehreren Auflagen) und mehr als 300 Aufsätze und Beiträge verfasst sowie mehr als 150 privat- und wirtschaftsrechtliche Dissertationen und acht Habilitationen betreut. Vier meiner Schüler bekleiden inzwischen ihrerseits privat- und wirtschaftsrechtliche Lehrstühle an Universitäten in Deutschland: Jürgen Oechsler, Stefan Habermeier, Andreas Bergmann und Sebastian Omlor.

Seit etwa fünfzehn Jahren bin ich als Schiedsrichter/Arbitrator in Verfahren des internationalen Handelsrechts tätig, darunter Verfahren des International Court of Arbitration der International Chamber of Commerce in Paris und des London Court of International Arbitration. Zudem habe ich eine Vielzahl von Rechtsgutachten im deutschen und internationalen Privat- und Wirtschaftsrecht für Gerichte, Schiedsgerichte und Unternehmen verfasst.

Nach meiner Entlassung aus dem aktiven Dienst als Universitätsprofessor und Landesbeamter des Saarlandes mit Versetzung in den Ruhestand erhielt ich im April 2019 von der Rechtsanwaltskammer des Saarlandes die Zulassung als Rechtsanwalt und arbeite seitdem auch anwaltlich in der Kanzlei für Wirtschafts- und Vermögensrechts – KWV, Prof. Michael Anton und Prof. Michael Martinek, Partnerschaftsgesellschaft mbB, Saarbrücken.

Seit September 1985 bin ich in zweiter Ehe mit Margarethe Martinek, geborene Albus verheiratet. Wir haben seit August 1988 eine Toch­ter namens Madeleine Monalisa. Im August 1991 wurde unsere zweite Tochter, Monique Marylou, geboren. Meine Ehefrau, früher Lehrstuhl-Sekretärin bei einem Germanistik-Professor in Tübingen, ist seit der Geburt unserer ersten Tochter Hausfrau. Ich bin evangelisch-lutherischen Be­kenntnisses. Ich gehöre dem Rotary Club Saarbrücken–Sankt Johann an. In meiner spärlichen Freizeit widme ich mich der Musik, insbesondere dem Klavierspiel, der Jazz-Musik, der Gärtnerei sowie der Imkerei und Bienenzucht.

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